Newsletter-Opt-In: Name und Interessen erfassen - aber bitte sinnvoll

Im Newsletter-Marketing ist Personalisierung das A und O. Zugleich sollen Opt-In-Formulare für die Registrierung möglichst leicht bedienbar sein, um Nutzer nicht abzuschrecken. Wie sich beide Ansprüche unter einen Hut bringen lassen, erklärt dieser Artikel.

Dass ein Newsletter mit persönlicher Anrede zu mehr Interaktionen führt, ist eigentlich gut nachvollziehbar und in zahlreichen Tests erwiesen. Zugleich klappt das natürlich nur dann, wenn der Name des Empfängers auch verfügbar ist.

Daher gestalten viele Unternehmen ihre Opt-In-Formulare so, dass die wichtigsten Daten direkt abgefragt werden. Vor- und Nachname, Wohnort, Interessen, Name des Haustieres, ...

Allein: Viele Nutzer fragen sich, warum sie ihren Wohnort angeben müssen, wenn sie doch einfach nur wissen wollen, was es Neues gibt... Wenn es sich dann noch um Pflichtfelder handelt, sind viele Interessenten weg - und wir erfahren nicht einmal, warum.

Dabei ist auch ein guter Newsletter ohne Personalisierung immer noch wirksamer als gar kein Newsletter.

Hier stelle ich Ihnen mehrere Ideen vor, um es besser zu machen:

Option 1: Daten nach dem Eintrag aber noch innerhalb des Opt-In-Prozesses abfragen

Zunächst wird nur die E-Mail-Adresse abgefragt (und ggf. eine Checkbox zur Einwilligung).
Der Nutzer schickt das Formular ab und erhält eine Mail mit dem Aktivierungslink.
Nach dem Klick gelangt er auf eine Bestätigungsseite. Dort wird der Eintrag bestätigt und es erscheint ein Formular, in dem der Nutzer weitere Daten hinterlegen kann. All dies stets freiwillig.

Vorteile: Der Eintrag ist gesichert. Sollte der Nutzer keine weiteren Daten angeben wollen, kann er immerhin anonym angesprochen werden. Der Nutzer ist bereits mit der Aktivierung beschäftigt und daher aufgeschlossen für einen "kleinen letzten Schritt". Ich habe gute Erfahrungen mit dieser Variante.

Nachteile: Nicht in jedem System ist diese Lösung direkt umsetzbar. Über die API-Schnittstelle des Mail-Providers sind solche Lösungen aber meist realisierbar. Lohnt sich m.M.n. ab ca. 2.500 Empfängern.

Option 2: Abschreckungs-Effekt verringern

Im Formular wird zunächst nur die E-Mail-Adresse abgefragt. Klickt der Nutzer auf das Feld, werden zusätzliche Felder eingeblendet, in denen weitere Daten eingegeben werden können.

Vorteile: Der Nutzer wird nicht gleich abgeschreckt. In der Regel einfach über Javascript umsetzbar.
Nachteile: Auch hier werden die weiteren Daten VOR dem Opt-in abgefragt, was immer noch zu einem Absprung führen kann.

Option 3: Nachträgliche Datenanreicherung

Sofern der Nutzer keinen Namen angegeben hat, wird er in er ersten Mail wie folgt begrüßt: "Liebe:r Leser:in *". Das Sternchen wird dann unten aufgelöst mit: "Gib jetzt deinen Namen an, damit wir dich persönlich begrüßen können". Mit Link zu einem entsprechenden Änderungs-Formular, in dem dann gleich auch noch weitere Daten (z. B. Interessen) angegeben werden können.

Vorteile: Lässt sich gut mit Variante 1 und 2 verknüpfen.
Nachteile: Die erste Mail erfolgt ohne persönliche Anrede. System muss Profiländerungen ermöglichen (ggf. über API realisierbar).

Ich arbeite mit verschiedenen Newsletter-Systemen und habe sehr gute Erfahrungen mit der Personalisierung gemacht. Es wirkt regelrecht Wunder!

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